Freesienduft

Ach im Juli und August,
was ist das eine Lust,
die Freesien sie blühen schön,
sind so herrlich anzusehen.
Fliegt ihr Duft her zu mir,
lieber Gott ich danke dir
für solchen Riechgenuss.

Ich sitze am Balkone,
des Häuschens, wo ich wohne,
und lasse mich verwöhnen,
vom Duft der bunten Schönen.
Würd ihn gern konservieren,
um nie ihn zu verlieren,
hätt niemals dann Verdruss.

September kommt geflogen,
sind ihm nicht gewogen,
werden jetzt wohl sterben,
mein Garten fällt in Scherben.
Und wie die Freesienblüte,
wird meine Nase müde.
Mit Duften ist jetzt Schluss.

Wie das Glück entsteht!

Kennst du die Kraft der Liebe?

Kennst du der Sehnsucht Macht?

Kannst du die Farben sehen,

die tief in dir entstehen,

wenn deine Seele lacht.

 

Hörst du das Lied der Hoffnung?

Hörst du die Lebensmelodie?

Hast du den Klang vernommen,

ist er zu dir gekommen?

Dein Herz erbebt durch sie.

 

Bist du der Macht erlegen?

Bist du den Weg gegangen?

Bereit das Glück zu leben,

Ihm eine Chance zu geben,

in Liebe fest gefangen.

 

Dann bist du stark im Herzen!

Dann hast du dich gefunden!

Denn dann hast du erfahren,

Glück ist kein Kind von Jahren,

manchmal sind es nur Stunden.

Dein Schiff

Du bist auf einer großen Reise,

die man als „Das Leben“ kennt.

Dein Herz folgt einer kleinen Weise,

ein Lied das man dein Schicksal nennt.

Dein Dasein ist ein großes Schiff,

und du bist hier der Kapitän.

Und gibt es auch manch scharfes Riff,

du wirst die Fahrt siegreich bestehn.

Die Segel weit gebläht vom Wind,

sie tragen rasch dein Boot davon.

Am Ziel wo deine Lebensträume sind,

da warten Glück und Liebe schon!

Die drei Schwestern

Sehnsucht füllt die Tage aus,

sie lässt dein Herz erbeben.

Sehnsucht ist ein Kartenhaus,

wird oft zerstört vom Leben.

Sehnsucht hat Geschwister noch,

und sie bilden einen Reigen.

Liebe heißt die Schwester doch,

will sie sich oft nicht zeigen.

Liebe kommt und trifft dein Herz,

und froh sind deine Stunden.

Liebe schickt auch manchen Schmerz,

der schwer nur wird verwunden.

Hoffnung ist das dritte Glied,

das unser Dasein antreibt,

Hoffnung singt das Lebenslied,

das in uns immer bleibt.

 

Die Hoffnung will nur vorwärts schauen,

die Sehnsucht soll uns führen.

Die Liebe, wenn wir ihr Vertrauen,

lässt uns das Glück berühren.

 

 

Was von Jesus blieb!

Zwei Menschen ziehen durch die Nacht,

von Sternen am Himmel bewacht,

sie suchen zum Schlafen ein Bett,

eine Herberge sauber und nett.

Sie hat beim Gehen schon Schmerzen,

trägt ein Kind gleich unter dem Herzen,

und sie weiß das die Tage gezählt,

ihr Kind will hinaus in die Welt.

 

Ein Stall dort am Feld lädt sie ein,

die Nacht dort im warmen zu sein,

liegt ein Ochse drinnen, im Heu,

und ihr Esel liegt bald schon dabei.

Und dort wird das Kindlein geboren,

zum Erlöser der Welt auserkoren,

die Lieder der Freude erklingen,

als Hirten und Engeln dort singen.

 

Ein Heiland, ein König der Welt,

kommt in den Stall auf dem Feld,

beschenkt von den Völkern der Erde,

auf das er ihr Anführer werde.

Lange Jahre sind nun schon vergangen,

am Kreuz hat man ihn aufgehangen,

und erzählt sich bis heut die Geschicht,

doch ein Herrscher, das wurde er nicht.

 

Nur die Gier herrscht über die Welt,

und der Gott dort ist nur das Geld,

nicht nur die Liebe hat keinen Wert,

auch das Leben wird nicht geehrt.

Von dem Heiland blieb eine Sage,

ist Erinnerung schwammig und wage,

die Vergebung die er uns gespendet,

und die Hoffnung, sie waren verschwendet!