Freesienduft

Ach im Juli und August,
was ist das eine Lust,
die Freesien sie blühen schön,
sind so herrlich anzusehen.
Fliegt ihr Duft her zu mir,
lieber Gott ich danke dir
für solchen Riechgenuss.

Ich sitze am Balkone,
des Häuschens, wo ich wohne,
und lasse mich verwöhnen,
vom Duft der bunten Schönen.
Würd ihn gern konservieren,
um nie ihn zu verlieren,
hätt niemals dann Verdruss.

September kommt geflogen,
sind ihm nicht gewogen,
werden jetzt wohl sterben,
mein Garten fällt in Scherben.
Und wie die Freesienblüte,
wird meine Nase müde.
Mit Duften ist jetzt Schluss.

Pusteblume

Wind trägt kleine Fallschirmspringer,

weit hinaus ins grüne Land,

sind von einer Blume Samenbringer,

die bei alt und jung bekannt.

 

Schon von fern kann man sie sehen,

gelbe Blüte, Blätter grün,

wie sie dort in den Wiesen stehen,

und die Blicke auf sich ziehen.

 

Dieses Pflänzchen will nicht wählen,

ihm gefällt es überall,

es mag nicht Regentropfen zählen,

leben einfach ohne Qual.

 

Wächst vergnügt an allen Orten,

und in jeder Gartenkrume,

auch wo andre längst verdorrten,

findet man die Pusteblume.

Der Duft der Blumen

Mohnblüten zwischen Gräsern stehen,

im Feld kann ich blaue Tupfen sehen,

Kornblumen grüßen dort die Welt,

und ein Vogel mir ein Lied erzählt.

Das Land es steht in voller Pracht,

vom Himmel hoch die Sonne lacht,

der Tag schenkt mir sein schönstes Kleid,

als Traumbild für die Ewigkeit.

 

Ist lange her, das ich` s genossen,

das ich dies Foto hab geschossen,

und oft halt ich es in der Hand,

das Bild vom schönen Sommerland.

Wo einst ich durch die Wiesen zog,

und mir zur Freud der Bussard flog,

ist nur noch der Beton zusehen,

statt Blumen nun Gebäude stehen.

Am Spielplatz meiner Kinderzeit,

macht sich der graue Asphalt breit.

Ein Supermarkt mit Parkgelände,

gar manch Graffiti ziert die Wände,

ein Möbelhaus mit Spielothek,

steht jetzt dem freien Blick im Weg.

Statt Teich in dem baden kann,

nur Zufahrt noch zur Autobahn.

 

Wie sehne ich das Land zurück,

der Ort war meiner Jugend Glück,

vom ersten Kuss, von zarten Trieben,

ist nur ein Foto noch geblieben.

Doch die Erinnerung wird bleiben,

die kann kein Bagger mir vertreiben,

Und während dort die Steine siechen,

Kann ich den Duft der Blumen riechen.

 

Veilchenduft

Duft umschmeichelt deine Blüten,

betört sogar den Sommerwind,

welche Wunder tust du hüten,

die in dir verborgen sind.

Stehst im hellen Licht der Sonne,

strahlend ist dein Farbenkleid,

dem Betrachter schenkst du Wonne,

lässt vergessen ihn die Zeit.

Dir beim Blühen zuzuschauen,

bringt die Freude in mein Herz,

und mit neuem Gottvertrauen,

verläst mich jeder Seelenschmerz.

Kleine Blume dort im Garten,

lässt mich Staunen für ein Weilchen,

viel zu lange musst ich warten,

auf den frischen Duft vom Veilchen.

 

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Neue Wege

Sonnenstrahlen rufen mich,

mein Ganzes ich will springen,

und vergnügte Lieder singen,

das Herz es weitet sich.

 

Der Winter er muss weichen,

die Blumen sie erblühen,

und Kranichschwärme ziehen,

als erste Frühlingszeichen.

 

Das Leben kann erwachen,

auf Feldern und auf Wiesen,

sieht man das Grün jetzt sprießen,

hört man die Vögel lachen.

 

Jetzt kommt die Zeit der Freude,

ein jeder sucht sein Glück,

es fällt kein Blick zurück,

Zukunft das ist schon heute.

 

So nehm ich meinen Stecken,

und geh jetzt neue Wege,

such mir verborgene Stege,

verlass die alten Strecken.

 

Will nur an Morgen denken,

nicht mehr nach hinten schauen,

lass mich voll Gottvertrauen,

vom Frühlingsrausch beschenken.

Orchideenzauber

An meinem Fenster wunderschön,

blühen zart die Orchideen.

Rotviolette Blütenengel,

unzählige an einem Stengel,

strahlen dort im Sonnenglanz.

Verzaubern meine Seele ganz,

und machen strahlen meine Blicke,

oh, wie ich mich daran entzücke,

sie dort im hellen Licht zu sehen.

Wenn sie in voller Blüte stehen,

und ihre ganze Schönheit zeigen,

muss der Mund in Demut schweigen.

Nur das Herz darf es noch wagen,

der Schöpfung seinen Dank zu sagen,

im Angesicht der großen Kraft.

Denn niemals hat ein Mensch geschafft,

was die Natur hier hat vollbracht.

Das ist des Lebens stolze Macht.

An meinem Fenster wunderschön,

blühen zart die Orchideen.