Jedes neue Jahr ist, wie das alte war!

Das alte Jahr es will nun scheiden,
mancher mag´s schon nicht mehr leiden,
es war so lang, so viele Stunden,
nicht jeder hat sein Glück gefunden.
Lasst uns ihm einmal ablaudieren,
dann kann es endlich abmarschieren.

Das neue Jahr es muss gelingen,
und den Erfolg soll es uns bringen,
es muss so sein, zu guter Letzt,
das jeder Vorsatz sich allein umgesetzt.
Drum lasst es uns schon feiern heut,
den bald beginnt die neue Zeit.

Und wenn wir uns dann wieder sehen,
und fragen uns was ist geschehen,
das wir am selben Punkt noch stehen.

Liegt es daran, das ist doch klar,
das diese Zeit so Hecktisch war,
doch besser wird’s im neuen Jahr.

 

Die drei Schwestern

Sehnsucht füllt die Tage aus,

sie lässt dein Herz erbeben.

Sehnsucht ist ein Kartenhaus,

wird oft zerstört vom Leben.

Sehnsucht hat Geschwister noch,

und sie bilden einen Reigen.

Liebe heißt die Schwester doch,

will sie sich oft nicht zeigen.

Liebe kommt und trifft dein Herz,

und froh sind deine Stunden.

Liebe schickt auch manchen Schmerz,

der schwer nur wird verwunden.

Hoffnung ist das dritte Glied,

das unser Dasein antreibt,

Hoffnung singt das Lebenslied,

das in uns immer bleibt.

 

Die Hoffnung will nur vorwärts schauen,

die Sehnsucht soll uns führen.

Die Liebe, wenn wir ihr Vertrauen,

lässt uns das Glück berühren.

 

 

Was von Jesus blieb!

Zwei Menschen ziehen durch die Nacht,

von Sternen am Himmel bewacht,

sie suchen zum Schlafen ein Bett,

eine Herberge sauber und nett.

Sie hat beim Gehen schon Schmerzen,

trägt ein Kind gleich unter dem Herzen,

und sie weiß das die Tage gezählt,

ihr Kind will hinaus in die Welt.

 

Ein Stall dort am Feld lädt sie ein,

die Nacht dort im warmen zu sein,

liegt ein Ochse drinnen, im Heu,

und ihr Esel liegt bald schon dabei.

Und dort wird das Kindlein geboren,

zum Erlöser der Welt auserkoren,

die Lieder der Freude erklingen,

als Hirten und Engeln dort singen.

 

Ein Heiland, ein König der Welt,

kommt in den Stall auf dem Feld,

beschenkt von den Völkern der Erde,

auf das er ihr Anführer werde.

Lange Jahre sind nun schon vergangen,

am Kreuz hat man ihn aufgehangen,

und erzählt sich bis heut die Geschicht,

doch ein Herrscher, das wurde er nicht.

 

Nur die Gier herrscht über die Welt,

und der Gott dort ist nur das Geld,

nicht nur die Liebe hat keinen Wert,

auch das Leben wird nicht geehrt.

Von dem Heiland blieb eine Sage,

ist Erinnerung schwammig und wage,

die Vergebung die er uns gespendet,

und die Hoffnung, sie waren verschwendet!

 

 

Verloren

Wenn ein Freund die Welt verlässt,

stirbt mit ihm von dir ein Stück,

die Trauer dich dann fühlen lässt,

es bleibt im Herz ein Loch zurück.

Die Sonne sie verliert den Glanz,

wird trübe fast und unwirklich,

dein Tränenflor verdeckt sie ganz

kein Strahl von ihr kann trösten dich.

Wenn ein Freund die Welt verlässt,

und Erinnerungen du nur hast,

dann halt sein Bild tief in dir fest

das Es ins Loch im Herzen passt.

Weihnachten, Hoffnung und Sinn

Ein Stern strahlt hell am Firmament,

sein Licht, es zeigt den Weg der Freude,

seit langer Zeit der Mensch ihn kennt,

er bringt die Hoffnung uns auch heute.

Darum macht euch jetzt auf die Reise,

und folgt dem Stern, dem Licht der Welt,

kommt, hört das kleine Lied, dass leise,

euch von der Liebe macht erzählt.

Die Hoffnung ist der Kern des Lebens,

sie macht euch für das Glück bereit,

und wer ihr folgt, geht nicht vergebens,

das ist der Sinn der Weihnachtszeit.

Freude in der Seele

Weihnachtskerzen strahlen hell,

ein warmes Licht erfüllt den Raum,

der Kinder Augen wandern schnell,

zu Schätzen unterm Tannenbaum.

Leise klingen schöne Lieder,

die Sorgen sind unendlich weit,

und ich fühl die Freude wieder,

das Seelenglück der Weihnachtszeit.