Was von Jesus blieb!

Zwei Menschen ziehen durch die Nacht,

von Sternen am Himmel bewacht,

sie suchen zum Schlafen ein Bett,

eine Herberge sauber und nett.

Sie hat beim Gehen schon Schmerzen,

trägt ein Kind gleich unter dem Herzen,

und sie weiß das die Tage gezählt,

ihr Kind will hinaus in die Welt.

 

Ein Stall dort am Feld lädt sie ein,

die Nacht dort im warmen zu sein,

liegt ein Ochse drinnen, im Heu,

und ihr Esel liegt bald schon dabei.

Und dort wird das Kindlein geboren,

zum Erlöser der Welt auserkoren,

die Lieder der Freude erklingen,

als Hirten und Engeln dort singen.

 

Ein Heiland, ein König der Welt,

kommt in den Stall auf dem Feld,

beschenkt von den Völkern der Erde,

auf das er ihr Anführer werde.

Lange Jahre sind nun schon vergangen,

am Kreuz hat man ihn aufgehangen,

und erzählt sich bis heut die Geschicht,

doch ein Herrscher, das wurde er nicht.

 

Nur die Gier herrscht über die Welt,

und der Gott dort ist nur das Geld,

nicht nur die Liebe hat keinen Wert,

auch das Leben wird nicht geehrt.

Von dem Heiland blieb eine Sage,

ist Erinnerung schwammig und wage,

die Vergebung die er uns gespendet,

und die Hoffnung, sie waren verschwendet!

 

 

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