Tannen im Wind

Ich sehe die Tannen sich wiegen,

im Winde, im dunkel der Nacht,

die Stämme im Takte sich biegen,

ein Gleichklang zum Träumen gemacht.

Ich fühl die Erinnerung steigen,

aus dem Grunde des Herzens herauf,

die Bilder, die mir wieder zeigen,

hier nahm mein Glück seinen Lauf.

 

Wir trafen uns bei jenen Tannen,

die Liebe fand dort ihren Halt.

Wo einst unsre Träume begannen,

weht heute nur Wind rau und kalt.

Ich kann deine Augen noch fühlen,

oft versank ich in deinem Blick.

Will Sehnsucht nun mit mir spielen,

als brächt sie die Tage zurück?

 

Ich sehe die Tannen und weine,

ohne dich ist mein Herz so allein,

sitzt hier nun im Mondenscheine,

und kann dir nie mehr nahe sein.

Wohin ist die Liebe gezogen,

die uns der Sommer gebracht?

Vom Wind sind die Tannen gebogen,

mein Herz schweigt im dunkel der Nacht.

6 Kommentare zu “Tannen im Wind

  1. Lieber Jürgen, liebe Marina, da kann ich Euch nur beipflichten. Menschen, die wir mit der ganzen Kraft unseres Herzen geliebt haben und jene, die auch uns liebten, hinterlassen immer Spuren in uns. Egal, ob sie jetzt in einer anderen Welt weilen oder einfach nur nicht mehr bei uns sind. SO LANGE ES UNS MÖGLICH IST; SOLLTEN WIR UNS DIESE ERINNERUNGEN BEWAHREN.
    Euch einen schönen Tag mit noch schöneren Erinnerungen. Liebe Grüße Marion

    • Hallöchen Marion, schön das du hier bist.
      Erinnerungen können uns tragen, wenn das Schicksal es mal nicht so gut mit uns meint. Vorrausgesetzt es sind possitive Erinnerungen. ich wünsche dir, das es auch viele possitive Erinnerungen in deinem Leben gibt, an denen du dich erfreuen kannst. Wenigstens ein paar, liebe Freundin.
      Einen schönen und erholsamen Tag wünsche ich euch.
      Liebe Grüße Jürgen

  2. Deine Zeilen haben mich berührt , lieber Jürgen!

    Auch ich trage eine ErINnerung an eine Liebe in mir.
    Sie lebt nicht mehr in dieser Welt, ist mir aber dennoch mehr als ErINnerung, ich würde sagen die Liebe, die einmal lebte, lebt immer weiter IN mir / uns.

    Auch von einem anderen Menschen (der allerdings noch in dieser Welt ist) bin sich seit Jahrzehnten getrennt, doch ein Zipfelchen Liebe ist immer geblieben.

    Das wünsche ich allen Menschen, dass die Liebe, die einst wa(h)r, immer irgendwo tief IN uns erhalten bleibt, und dasss wir das in Sternstunden fühlen können.

    Sei herzlich gegrüßt von
    Marina

    • Irgendwo tief in uns allen schlummert doch eine Erinnerung an einem Menschen dem wir besonders schöne Tage und Stunden verdanken. Manchmal kehrt man zufällig an Orte zurück, die mit dieser Zeit und/oder der Person in Verbindung stehen und dann ist sie da, die Erinnerung.
      Allerdings muss ich sagen, ich arbeite gerade an Texten für ein Buch mit Gedichten zum Thema Pflanzen, Bäume, usw., zu den Tannen, die in einer solchen Sammlung nicht fehlen dürfen, ist mir sonst aber nichts eingefallen. Am Sonntag war ich zufällig dann im Nachbarort, dort am Ortsrand stehen eben jene Tannen aus dem Gedicht und dort erlebte ich so etwas wie die erste richtige Liebe. Diese Erinnerung hat das Gedicht so zu sagen hervorgebracht. 🙂
      Liebe Grüße, Jürgen

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