Selige Weihnachtszeit Oder Das Fest der Gier

Jetzt ist es wieder mal soweit,

die Weihnachtsmärkte sprießen,

man ist in jeder Stadt bereit,

den Kaufrausch zu genießen.

An bunten Ständen ohne Zahl,

wird allerlei zum Kauf geboten,

da wird die Wahl zur echten Qual,

es geht um Absatzquoten.

Im Hintergrund und kaum gesehen,

steht die Grippe mit dem Kind,

die Menschen, die vorübergehen,

sind dafür aber blind.

Josef, der schon ganz verzagt,

verängstigt von dem Treiben,

erschrickt, als ihn Maria fragt,

wo wohl die Rostbratwürste bleiben.

Er sieht die Menschen ohne Ruhe,

die durch die Gänge eilen,

er hört das Klappern ihrer Schuhe,

die kaum einmal verweilen.

Umsatz heißt der Händlergott,

dem all die Leute dienen,

und jeder trabt im gleichen Trott,

als wären sie Maschinen.

Vom Glühwein sind die Köpfe dumm,

das Geld ist schnell verschwendet,

und liegt da noch ein Euro rum,

der wird zum Schluss gespendet.

Zum Abschied noch ein letztes Glas,

die Kälte zu vertreiben,

ei, was war das heut ein Spaß,

wir würden gern noch bleiben.

Die Weihnachtsmänner liegen schon,

schnarchend, Schnappsselig in den Ecken,

was übrig ist vom kargen Lohn,

lohnt nicht sie noch mal aufzuwecken.

Vergessen ist der schöne Klang,

der alten Weihnachtslieder,

man sang sie nicht mehr jahrelang,

sie kehren wohl nie wieder.

Die Kinderaugen strahlen nicht,

beim Anblick der Geschenke,

am Weihnachtsbaum das Kerzenlicht,

wie gern ich daran denke.

Was übrig ist vom Weihnachtsfest,

ist ein Freuden Tanz der Gier,

Von Andacht blieb nicht mal ein Rest,

sagt, schämt ihr euch dafür?

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