Das alte Lied der Elfe

Auf der Blüte einer Rose,

saß eine Elfe kaum zu sehen,

sie sang für mich ein altes Lied,

ich konnte jedes Wort verstehen.

Von Glück erzählte ihre Weise,

vom Zustand der Zufriedenheit,

von Dingen die der Mensch vergessen,

den Regeln aus der alten Zeit.

 

Ich lauschte ihren wahren Worten

und fühlte wie die Seele schwang,

die Melodie nahm mir die Sorgen,

und Ruhe schenkte mir der Klang.

Mein ganzer Körper spürte Frieden,

der Tage Last viel von mir ab,

was sie erzählte ließ mich hoffen,

das es noch andere Wege gab.

 

Die Elfe sah ich nie mehr wieder,

doch in mir klingt das alte Lied,

und geh ich heute durch mein Leben,

dann seh ich was nicht jeder sieht.

Es gibt so vieles zu entdecken,

was Freude und Entspannung schenkt,

ein Narr, der immer nur am Rennen,

und nicht an schöne Dinge denkt.

 

Nimm deinen Tagen ihre Hektik,

dann wirst du schnell das Leben spüren,

genieß die Zeiten deines Daseins,

lass dich vom Lied der Elfe führen.

Der Menschen Zeit ist kurz bemessen,

und viel zu schnell ist es geschehen,

dann musst du diese Welt verlassen,

und hast die Wunder nicht gesehen.

4 Kommentare zu “Das alte Lied der Elfe

  1. Sehr gelungen! 🙂 Klassisches carpe diem verpackt in einer kleinen Geschichte.
    In einer Gesellschaft, die auf Leistung und Effizienz aus ist scheint das persönliche Glück in der Hektik des Alltags oft unterzugehen. Ein Missstand den schon die alten Griechen kannten: „Bei den meisten Menschen äussert sich Ruhe in Erstarrung, Bewegung in Raserei.“ (Epikur).
    Schönes Gedicht und passende Message zum gegenwärtigen Zeitgeist! Bin froh dass ich’s gelesen hab.

    • Hallo Patrick,

      Herzlich willkommen in meinem kleinen Blog und danke schön für das Lob.
      Ja, der momentane Zeitgeist wird langsam lästig. Die Menschen reden nicht mehr miteinander, sondern sie bekämpfen sich, jeder will immer alles, man ist nur noch unzufrieden.
      Die meisten merken nicht, wie sie sich Tod rennen, bis es soweit ist. Dabei ist Leben doch nicht alleine nur Kampf und Neid und Unrast, dieser Planet ist so schön, dass es sich lohnt, ihn zu genießen und das eigene Dasein wertzuschätzen.
      Leider haben viele Menschen nur eine Religion, dass liebe (in Wahrheit böse) Geld.

      Grüße
      Jürgen

  2. Lieber Jürgen,
    dieses Gedicht ist zauberhaft – so weise, so zart, so wahr!
    Wenn ich darf, drucke ich es mir aus und lese es bei der nächsten guten Gelegeheit in meinen zwei Singgruppen und meiner Meditationsrunde vor, ja?
    Du machst so schöne Gedichte! Vielen vielen Dank dafür!
    Schön, dass du wieder da bist!!!
    Herzlich grüßt dich
    Marina 🙂

    • Hallo liebe Marina,
      Danke schön für die Blumen.
      Du kannst das Gedicht gerne deinen Freunden vorlesen, ich würde mich sehr freuen, wenn es ihnen gefällt.
      Nochmal vielen lieben Dank für deine Worte, es motiviert mich sehr, das es Menschen gibt, die meine Gedichte mögen.

      Ganz Herzliche Grüße
      Jürgen

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