Der Vogel Glück

Leise schwebt das Glück durchs Leben,

kannst es nicht hören und nur selten seh`n,

wie oft hast du die Chance vergeben,

danach zu greifen, statt im Weg dir zu steh`n.

Wenn du es bemerkst, fliegt`s um die Ecken,

läufst hinterher, doch erreichst du es nicht,

es scheint als will es sich vor dir verstecken,

und du lässt es ziehen mit traurigem Gesicht.

Immer sind andere schneller zur Stelle,

sie nehmen es vor dir fest in die Hand,

du siehst wie sie reiten auf der Glückswelle,

und stehst wie gemauert alleine an Land.

Dann träumst du davon das Glück zu besitzen,

von einem Leben, in dem alles gelingt,

als könnte das Glück alleine dir nützen,

die Dinge zu meistern, die das Dasein dir bringt.

Glück ist ein Vogel und immer auf Reisen,

niemandem wird es auf ewig gehören,

auf flinken Flügeln, den ach so leisen,

wird es schon bald einen andern betören.

Nirgendwo will das Glück wirklich bleiben,

darum bemüh dich mit all deiner Kraft,

deine Zukunft mit Freude voran zutreiben,

dann kommt das Glück und du hast es geschafft.

2 Kommentare zu “Der Vogel Glück

  1. Sehr schöne Zeilen! Ich denke manchmal, mit dem Glück verhält es sich wie in der Metapher mit der Hand voll Sand: machst Du eine Faust und packst zu fest zu, passt nur ganz wenig in Deine Hand. Lässt Du die Hand zu gleichgültig; mit offenen Fingern,dann rinnt Dir der Sand zwischen den Fingern davon. Die Kunst ist es, mit der Hand eine Schale zu bilden: nicht zu offen, nicht zu geschlossen. Dann passt ein ganzer Haufen Sand hinein!
    Glück ist nicht das Gegenteil von Leid; das eine kann nicht ohne das andere existieren. Wenn man das begreift und aufhört, nur für das eine und nur gegen das andere zu kämpfen, dann ist das Gleichgewicht da, und man kann wahrhaft glücklich sein!

    • Ja, so ist es, Glück und leid sind zwei Seiten einer Medaille. Die meisten Menschen definieren Glück aber als etwas Besonderes und stellen da eine Verbindung zu materiellen Dingen her, aber wie viel mehr Glück liegt in dem Gefühl zu wissen, das man geliebt wird, oder an einem kalten Tag mit einem Freund/Freundin in einer warmen gemütlichen Umgebung, in Erinnerungen an schöne gemeinsame Erlebnisse zu schwelgen.
      Glück ist halt eine Sache der Definition, Leid scheint für viele etwas universelleres zu sein. Ich glaube, wenn man auf das Glück wartet, dann sollte man Zeit mitbringen, wenn man sein Leben lebt, ohne über Glück oder Leid nachzudenken, wird man das eine eher bemerken und das andere schneller vergessen. Wie gesagt: Das Glück ist ein Vogel! Das Leid kann man sich zu einem Klotz am Bein reden!

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