Der Fluch des Fortschrittes

Menschen fällen Bäume,

reißen Wunden in den Boden,

bauen Straßen und Gebäude,

dorthin wo sie gerade sind.

Alles muss versiegelt werden,

das kein grüner Halm zu sehen,

es weht in sinnlos großen Städten,

durch Straßenschluchten kalt der Wind.

 

Brücken überspannen Flüsse,

deren Bett ist in Beton gegossen,

sind verdreckt und lebensfeindlich,

und kein Fisch ist dort zu sehen.

Wo einst Tiere Wasser tranken,

fließt aus Rohren braune Brühe,

stinkend, chemisch, ölig, Gift,

überm Wasser gelbe Wolken stehen.

 

Immerweiter wächst die Wüste,

weil das Klima langsam kippt,

Gletscher schmelzen ohne Ende,

und der Meeresspiegel steigt.

Die Erde, ausgesaugt und ausgebeutet,

gnadenlos für schnelles Geld zerstört,

bei Rohstoffen ist jedes Mittel recht,

bis sich nur noch Ödland zeigt.

 

Hunger ist dieses Wahnsinns Beute,

und Kinder ohne Lebensglück,

deren Körper aufgedunsen nieder liegen,

während der tot in ihren Augen steht.

Menschen, die die Heimat fliehen,

weil sich Leben dort nicht lohnt,

werden auch vor unseren Toren stehen,

kann sein, dass dann ihr ums Leben fleht.

 

Warum muss die Erde leiden,

wer gibt euch das Recht zu quälen,

nur dass sich der Wohlstand steigert,

die Welt letztendlich zu verheeren.

Wenn wir uns nicht bald besinnen,

und nicht mehr dem Mammon folgen,

wird das Schicksal uns vernichten,

der Planet, er wird sich wehren!

 

 

 

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