Die Botschaft aus Rom

 

Guten Tag liebe Päpstinnen und Päpste, hallo verehrte sogenannte „laue Christen“ und treue Glaubenskinder.

In der größten währungstechnischen Not, in der sich unser Kontinent je befunden hat, in einer Zeit großer Verwerfungen in unseren Finanz – und Wirtschaftssystemen, wo Märkte und Spekulanten ganze Staaten bekriegen und eine Währung vernichten wollen, zeigt sich ein leuchtender Schein am Firmament. Ein Mann ganz in Weiß spricht in unserem Land zwar nicht über Zölibat und die Kommunion für wiederverheiratete Katholiken und auch bei der Ökumene bleibt er vorhersehbar hinter allen Erwartungen zurück, aber er redet den Menschen in Freiburg von der entweltlichung der katholischen Kirche.

Da ist das Wort von der Rückbesinnung auf alte glaubenswerte und christliche Moral und Lebensvorstellungen, er erhebt das konservative zum neuen Leitbild und gibt Beständigkeit im Glauben und Papsttreue als Losung aus. Mit dem Beispiel der Säkularisierungen aus der Geschichte, wo die Kirche viele ihrer Güter zwangsweise aufgeben und von Teilen ihres Vermögens lassen musste, aber gibt er auch der Politik ein Zeichen und wie ich meine ein Richtiges.

Wäre die Entschleunigung der Finanzmärkte, wäre das Zurückerobern politischer Hoheitsrechte aus den Händen von Berufszockern nicht auch ein sinnvolles Ziel für Europa? Schließlich ist dieses Europa seit Jahrtausenden christliches Stammland, auch wenn manche heute so tun, als hätte die Kirche keine Antworten auf die Fragen von heute. Aber siehe da, warum soll was für die katholische Kirche gilt, nämlich die Rückbesinnung auf die Wurzel des Glaubens nicht auch für die Politik und die Märkte gelten, als Rückbesinnung auf die Demokratie?

Und wäre die Besinnung auf Anstand und Moral nicht ganz allgemein für unsere Gesellschaft ein Weg, der sich lohnen könnte, schließlich gibt es hier eine Wechselwirkung. Die Individualisierung um jeden Preis, das ausleben von Gewinnsucht und Gier, sind nicht nur Symptome der Märkte, sondern in erster Linie sind es die Krankheiten unserer Gesellschaft.

So ist zu hoffen, dass die verbliebenen Gläubigen hierzulande und im Rest Europas die Botschaft verstehen und sich auf den Weg machen, vielleicht sind die alten Werte ja doch besser als man uns einzureden versucht.

Der Mann in Weiß jedenfalls hat mich mit seiner Abschlusspredigt zum Nachdenken gebracht und ich sehe für mich Zusammenhänge zwischen seiner Forderung nach entweltlichung des katholischen Glaubens und den Lösungen unserer weltlichen Probleme.

Der Schlüssel könnte sein, dass wir in beide Richtungen ob gläubig oder nicht wieder etwas mehr Demut vor dem großen Ganzen und vor unseren Mitmenschen entwickeln müssen.

Ein starkes Europa muss sich seiner Wurzeln erinnern und sie weiterentwickeln und hier war der Glaube vor der Demokratie. Das Heiliger Vater gilt allerdings auch für den christlichen Glauben, auch der sollte die Menschen dort abholen, wo sie stehen und da hat die Kirche wohl noch etwas Weg vor sich.

Es bleibt, daran zu Erinnern, das es so oder so die Menschen selbst sind, die dieses Europa gestallten müssen, auch und gerade gegen den Willen der Märkte und Spekulanten, vielleicht aber dann doch mit Gottessegen.

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