Dritter Brief an das sogenannte Volk

 

Guten Tag ihr lieben Hobbykapitalisten und möchtegern Spekulationsgewinner, Hallo Mitbürger und Mitbetrogene.

Ist die Welt des immer schnelleren Aufschwungs, das Zeitalter stetig steigenden Wohlstandes, das Gewinnabschöpfungsparadis der Unternehmer und Finanzstrategen am Ende? Ist die Marktwirtschaft ein Auslaufmodell?

Ja und Nein!

 

Ja, weil es unsinnig ist zu glauben, dass sich Aufschwung produzieren lässt, wie man Kugelschreiber herstellt, als immer ausreichend verfügbares Massenprodukt.

Ja, weil die Methode Gewinne zu personalisieren und Verluste zu sozialisieren nur begrenzt funktioniert. Irgendwann machen die so um die Frucht ihrer Arbeit betrogenen und gleichzeitig wie Festagsgänse ausgenommenen Bürger das nicht mehr mit.

Ja, weil auch den globalen Märkten für einige Produkte und Dienstleistungen Absatzgrenzen gesetzt sind und die Erschließung neuer Märkte mittlerweile teuer ist und den kompletten Aufbau ganzer Infrastruktursysteme in Ländern der sogenannten Dritten Welt voraussetzt, was sich keiner der Produzenten leisten kann.

 

Nein, weil die Möglichkeiten erfolgreich Handel zu treiben nie so gut waren wie heute. Die ständig enger zusammen rückende Weltbevölkerung bietet für Leute, die etwas erreichen wollen und bereit sind auf die Kraft der Gemeinschaft zu setzen viele Möglichkeiten, das gilt im kleinen wie im Großen.

Vernetzung nicht nur online, sondern auch im realen Leben, kann helfen neue Freunde und auch neue Kunden zu finden.

Unternehmen können z.B. über den Weg der Direktvermarktung ihre Produkte kostengünstiger näher an den Kunden bringen, der dabei eventuell auch noch Geld spart.

Für die Bürger gilt, alte Werte der Gemeinschaft wie Nachbarschaftshilfe und die Möglichkeiten durch Kontakte von Familienmitgliedern, bringen oft unbürokratische und kostengünstige Problemlösungen, sei es bei der Wohnungsrenovierung, bei der Kinderbetreuung oder Hausaufgabenhilfe, wenn beide Elternteile berufstätig sind, oder eben auch durch Einkaufgenossenschaften und Gruppenversicherungen. Man lernt die Nachbar wieder besser kennen und spart Geld.

Das alles sind sicher keine Allheilmittel, auch die strukturellen Schwachpunkte der Wirtschaft weltweit lassen sich damit nicht lösen, aber es sind Ideen, die helfen die Situation für einige zu entspannen. Besonders für die Menschen mit niedrigen Einkommen ist die Einbindung in eine wirkliche Sozialgemeinschaft eine langfristig erfolgreiche Strategie.

Außerdem erzeugt dieses Vorgehen eine größere Unabhängigkeit von der Politik und insbesondere von den Zwängen, die manchem durch beispielsweise die HARTZ-IV Regelungen auferlegt werden.

Eine starke bürgerliche Gemeinschaft innerhalb Deutschlands, ja vielleicht sogar innerhalb Europas wäre auch für die politisch Verantwortlichen eine Herausforderung. Selbstbewusste, mündige Wähler verlangen eine andere an den Menschen orientierte Politik.

Hier liegt der Schlüssel auch zu den nötigen strukturellen Veränderungen, die die wirtschaftlichen und politischen Systeme zu ihrer effektiver Erneuerung brauchen.

 

Also ihr Bürger Deutschlands und Europas geht es an!

Ihr könnt die Dinge ändern und niemand sonst!

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