Das Gesicht des Mörders von Norwegen

Man könnte meinen der Attentäter von Norwegen hatte einen Deal mit den Verantwortlichen bei der EZB und den europäischen Finanzministern.

Die Presse jedenfalls scheint das Eurorettungsgerangel völlig vergessen zu haben.

Wo hin man schaut, egal welches Infomedium man nutzt, überall strahlt dir das Grinsen dieses hirnkranken Mörders entgegen. Sperrt ihn ein und werft den Schlüssel weg.

Auch den Angehörigen der Opfer wäre es sicher lieber, sie müssten nicht den ganzen Tag überall den Mörder ihrer Kinder, Brüder oder Schwestern betrachten.

Bei aller Trauer um die Opfer dieses Wahnsinnigen, ihm allzu viel öffentliches Interesse zu gewähren heißt letztendlich auch, seinen Wunsch nach europaweiter medialer Anerkennung zu erfüllen und das hat er definitiv nicht verdient. Schon um möglichen Nachahmern die Lust zu verderben, reicht es zu zeigen, wie er weggeschlossen wird, sonst nichts.

Europa muss von den Menschen und für die Menschen gemacht sein und die Gewalttaten von Norwegen sollten uns daran erinnern, dass Terror auch durch fehlgeleitete Wahrnehmung des eigenen Umfeldes entsteht. Deswegen muss in Zukunft darauf Wert gelegt werden, den Bürger besser und ehrlicher zu informieren.

Radikale Gewalttäter gibt es eben nicht nur am Hindukusch, aber die Hintergründe der Radikalisierung sind hier wie dort dieselben. Bewusst falsche oder unverständliche Informationen, die Indoktrination ermöglichen und Menschen anfällig machen gegen Hassreden und falsche Propheten, so das Sie bereit, sind schlimme Dinge zu tun. Auch die Toten von Norwegen sind zumindest zum Teil so zu erklären.

Da sieht sich einer als Retter Europas vor den Muslimen und den Linken. Die Hausgemachten neuen Feindbilder des Politestablishments hierzulande, mit denen man versucht die Menschen von den Realitäten abzulenken.

Ein Kreuzzug als Erklärungsversuch für sinnlosen Mord und Totschlag, angeblicher christlicher Fundamentalismus in seiner dümmsten Form. Selbst seine Ausreden sind armselig, genau wie die Versuche der Mächtigen mit solchen Feindbildern die Fehler des Systems und die eigene Unzulänglichkeit zu verschleiern.

Die Medien sollen informieren, aber sie müssen verhindern, das Anders Behring zum neuen Aushängeschild einer radikal systemfeindlichen Rechten wird. Sein Gesicht darf nicht zum Plakat antieuropäischer und intoleranter Gruppen werden, die eine Wiederkehr sinnloser nationalstaatlicher Trennung propagieren. Europa muss sich von diesen Fehlern der Geschichte lösen. Religionsfreiheit und Meinungsfreiheit gehören genauso zu dem neuen Europa wie freie Wahlen und die Achtung der Menschenrechte.

So bleibt neben dem Mitgefühl für die Opfer und ihrer Angehörigen, die Hoffnung das die Verantwortlichen etwas gelernt haben aus diesem Schrecken. Dem Täter gehört ein fairer Prozess und den Medien der Rat, ihre Sensationsgier zu zügeln und sich nicht ungewollt in den Dienst der falschen Leute zu stellen.

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